Orca-Wal tötet SeaWorld Dompteurin
Wie am Donnerstag bekannt wurde, hatte am Mittwoch ein Orca-Wal seine Domteurin getötet. Der Vorfall ereignete sich in Orlando, Florida. Zunächst wurde berichtet der Wal habe seine Trainerin an der Hüfte gepackt, unter Wasser gezogen und so lange hin und her geschüttelt bis sie sich nicht mehr bewegt habe, woraufhin der Wal von ihr abgelassen hätte.
Mitlerweile geht man davon aus, dass der Orca den Pferdeschwanz der Dompteurin mit seinem Maul gepackt hat und dann unterwasser geschwommen ist. Der Leiter des SeaWorld-Parks vermutete, dass der Wal den Pferdeschwanz für ein Spielzeug hielt.
Gestern wurde der Betrieb wieder aufgenommen und gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass der Orca-Wal, mit Namen Tilikum, weiterhin in SeaWorld bleiben wird. Gerade diese Nachricht schien für viele besonders überraschend, da viele direkt vermuteten der Wale würde nach dem Vorfall getötet.
Und hier will ich meinen eigentlichen Blog anfangen. Wieso steht grundsätzlich nach ähnlichen Vorfällen die Frage im Raum ob das Tier getötet werden sollte? Die Frau ist tot, dem Orca-Wal ist das wahrscheinlich ziemlich egal, Punkt. Anscheinend ist der normale Gedankengang: Dieser böse, eingesperrte, dresierte Wal, wie kann er es wagen seine Dompteurin(!) zu töten, was für ein babarisches Wesen, lasst es uns umlegen.
Bin ich der einzigste der denkt: Man sperrt ein so riesiges, wildes Tier in ein kleines Aquarium und bringt ihm dämliche Kunstücke bei und wundert sich dann, dass irgendwann etwas schlimmes passiert? Allein schon die Versicheurng des Parkbetreibers, dass alle Mitarbeiter sich der Gefahr ständig bewusst sind. Wirklich?! Das muss wirklich extra erwähnt werden? Das Gegenteil wäre eine Erwähnung wert, nicht das Selbstverständliche.
Ich kann mich wirklich nicht als Tierfreund beschreiben, aber die Denkweise ein Tier zu töten nur wenn es etwas natürliches macht ist selbst für mich zweifelhaft. Mit ziemlicher Sicherheit wage ich zu behaupten der Orca hat nicht danach gefragt in ein Aquarium gesteckt zu werden, bescheuerte Kunststücke zu lernen und sich vor hunderten von Leuten zum Idioten zu machen, geschweige denn nach einer Trainerin, auf deren Gnade er angewiesen ist um etwas zu fressen zu bekommen.
An seiner Stelle hätte ich schon lange dafür gesorgt, dass ich auf das Wohlwollen der Dompteurin nicht mehr angewiesen bin.
Deshalb gehen meine Grüße an Tilikum, ich häts genau so gemacht!
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